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Stadtwald Kühlungsborn - Kleine Oasen mitten im Ostseebad

Kühlungsborn wird auch liebevoll die „Grüne Stadt am Meer“ genannt, woran der Stadtwald des Ostseebades einen nicht geringen Anteil hat. Dieses über 170 Hektar große Waldstück wurde 1939 Kühlungsborn als Eigentum übergeben, und viele Wiesen und Pfade machen es dem Besucher leicht, dieses herrliche Stück Natur kennen zu lernen.

Etwas eigentümlich muten die Namen der einzelnen Wege an: Spaziergänger entdecken unter anderem solche Bezeichnungen wie Schulzentrift (Treiberstraße für Vieh), Hirsch-Schneese (durch den Baumbestand geschlagenen Schneise) oder Helenensteig/ Niemannsteig (Steig als Weg, der nicht befahren werden durfte). Interessant ist der Name Hirsch-Schneese, weil über das Vorkommen von Hirschen im Stadtwald jeglicher Nachweis fehlt. Als spielende Kinder Anfang der 1950er Jahre im Bereich des Blocksberges Tonscherben und Gefäßreste fanden, wurden schon nach kurzer Zeit Bodendenkmalpfleger aktiv. 1958 begannen Ausgrabungen, wobei eine bronzezeitliche Anlage zum Vorschein kam. Der Grabhügel ist von einem Steinkranz umgeben und gab ein Hauptgrab sowie zwei Nachbestattungen frei. Dort treffen Spuren der mittleren sowie jüngeren Bronzezeit aufeinander.

Stadtgeschichtlich interessierte Wanderer finden im östlichen Teil des Waldes ein weiteres Denkmal. Gemeint ist der am 9. April 1908 geweihte Findling mit der Inschrift „Bismarck. Die Errichtung des Steines war der Dank einiger Brunshauptener Bürger an den „Eisernen Kanzler.“ Förster Schütt hatte im Stadtwald einen mächtigen Block entdeckt: einen Findling mit der Höhe von 3,65 Metern, der Breite von 2,50 Metern sowie einem Rauminhalt von 8 Kubikmetern. Die Inschrift wurde allerdings wieder entfernt und 1952 durch die Bezeichnung „Friedensstein“ ersetzt. Parallel zur Errichtung des Bismarcksteins wurde eine Bismarckeiche gepflanzt. Seit der Weihe 1908 haben Steine und Eiche ihren festen Platz dort, wo sich Blocksberg und Eingrieber-Schneise unweit des Karpfenteiches kreuzen.



     

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