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„Der größte Luxus für mich ist Zufriedenheit…“ - Interview mit Uwe Seeler anlässlich der Eröffnung des Golfplatzes Warnemünde

Sind Sie zuvor schon einmal in Warnemünde oder an der Ostsee gewesen?

Ja, Warnemünde habe ich schon oft bereist, und dann habe ich auch immer im „Hotel Neptun“ gewohnt. Jetzt war ich allerdings schon zwei oder drei Jahre nicht mehr hier. Und ich muss sagen, was sich hier entwickelt hat, in Warnemünde und in Hohe Düne, das ist schon sensationell. Die Architektur anzuschauen, die Hotels, die schönen Kapitänshäuser, die endlos langen Strände, das macht mir unheimlich viel Freude.


Haben Sie persönliche Bindungen an die Ostseelandschaft?

Ich finde das Land wunderschön, die Küsten und den weiten Himmel. Da ist Mecklenburg-Vorpommern ganz ähnlich wie auch Schleswig-Holstein. Heiligendamm habe ich übrigens auch schon besucht, und außerdem hat meine Frau familiäre Beziehungen in die Region. Sie ist zwar gebürtige Hamburgerin, aber ihre Eltern haben eine Weile in Mecklenburg-Vorpommern gelebt. Meine Frau könnte Ihnen noch viele Geschichten und Anekdoten dazu erzählen.

Sie sind also eher ein Typ für das Meer als für die Berge?

Ach, ich bin für beides zu haben. Ich komme ja aus dem Flachland, und daher liebe ich ab und zu die Abwechslung. Allerdings habe ich, und da gebe ich Ihnen wieder Recht, ein Feriendomizil auf St. Peter Ording, wo ich regelmäßig hinkomme und immer wieder gerne bin um gemeinsam mit meiner Frau zu relaxen. Also bin ich am Wasser zuhause.


Aktuell sind Sie anlässlich des Charity-Turniers zugunsten der Uwe Seeler Stiftung in Warnemünde, wo gleichzeitig auch die neue Golfanlage eröffnet wird. Wie viele solcher Turniere organisieren oder besuchen Sie im Jahr?

Bestimmt gibt es in jedem Jahr vier bis fünf solcher Charity-Turniere, oftmals als Golfevents, manchmal auch mit Fußballspielen oder im Rahmen von Fernseh- und Talkshowauftritten, wo ich ebenfalls die Anliegen meiner Stiftung vertreten kann. Oft organisieren diese Veranstaltungen gute Freunde von mir, die ich schon viele Jahre lang kenne und die letztlich die Stiftungsarbeit unterstützen. Ich bin allerdings auch für andere Stiftungen unterwegs. Jetzt im August wird es wieder ein Golfevent geben, gemeinsam mit Franz Beckenbauer in Timmendorf bei Lübeck.


Wie kam das Turnier hier in Warnemünde zustande?

Mein Freund Hermann Wolter kam zu mir und sagte, dass er zu Eröffnung der neuen Anlage gerne etwas machen würde. Und ich war natürlich sofort einverstanden. Wissen Sie, bei uns Sportlern ist es so, dass jeder dem anderen hilft, das ist ein bisschen wie eine große Gemeinschaft. In der es gleichzeitig sehr gesellig zugeht: Wir haben gemeinsam Spaß, unterstützen wichtige Projekte, kämpfen für die gute Sache. Deshalb sind jetzt am Wochenende die Sportler aus den verschiedenen Bereichen auch so zahlreich vertreten.


Die Uwe Seeler Stiftung kümmert sich bereits seit zwölf Jahren bundesweit um Projekte und fördert diese mit einem finanziellen Beitrag. Sind es die verschiedensten Anträge und Anliegen, die Sie erreichen?

Ja, so ist es. Eigentlich sind wir eher eine kleine Stiftung, die mit relativ wenig Personalaufwand Berge von Anträgen und Briefen zu bearbeiten versucht, um den wichtigsten Anliegen und bedürftigen Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, zu helfen. Dennoch schaffen wir es jedes Jahr, eine Summe von etwa 200.000 bis 300.000 Euro auszureichen. Darüber bin ich sehr froh, und dass macht mich zufrieden und glücklich. Wir möchten ein bisschen mit dafür sorgen, dass das Geld dort hinkommt wo es gebraucht wird.


Bedeutet Ihnen diese Arbeit heute auch ein Stück Lebensqualität?

Wissen Sie, der größte Luxus für mich ist Zufriedenheit. Zufriedenheit ist das Schönste, das man überhaupt im Leben erreichen kann. Ein erfülltes Fußballleben gehabt zu haben, in einer tollen Familie zu leben, anderen Menschen zu helfen, einen Platz zu haben an dem man gerne ist - was wünscht man sich mehr? Ich bin in einem ganz einfachen Elternhaus aufgewachsen, aber meine Eltern haben immer zu mir gesagt: Wenn es dir selbst gut geht, dann musst du anderen helfen. Auch wenn es nur wenig ist.



     

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